Mein Text „Ein Heldentod ohne uns“. Über das Deserteursdenkmal in Hamburg wurde ins Deutsche und Englische übersetzt und in der Reihe para-education papers veröffentlicht.
„Ein Heldentod ohne uns“.
Über das Deserteursdenkmal in Hamburg
Das Hamburger Denkmal für Deserteure und andere Opfer der NS-Justiz (oft auch einfach Deserteursdenkmal genannt) befindet sich an einem belebten Ort der Stadt — neben dem U-Bahn-Ausgang Stephansplatz und gegenüber dem Eingang zur Parklandschaft Planten un Blomen. Nur wenige Schritte vom Denkmal entfernt liegt der Dammtor-Bahnhof und dahinter der Campus der Universität Hamburg, einer der größten des Landes. Tausende Menschen gehen täglich am Denkmal vorbei, aber nicht jede:r hat im Alltag Zeit, dem Denkmal Aufmerksamkeit zu schenken und seine Bedeutung wahrzunehmen. Außerdem ist das Deserteursdenkmal recht neu — es wurde vor 10 Jahren, im Jahr 2015, zwischen zwei anderen Denkmälern aufgestellt. Selbst Alteingesessene sind manchmal verwirrt, wenn sie versuchen zu verstehen, wo genau der neue Gedenkort am Dammtor errichtet wurde. Betritt man das Denkmal, kann man nach einer Weile aus einem Lautsprecher eine nachdenkliche Stimme hören, die längst vergessene Namen vorliest. In diesem Moment, in dem der Lärm der Stadt ausgeblendet wird, entsteht an diesem Ort eine Atmosphäre des zivilen Gedenkens an Menschen, die Opfer eines ungerechten Prozesses waren. Weiterlesen:




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